Mietwohnungen für Neuenkirchen dringend gebraucht!

22.01.20 –

Bezahlbar, klein und zentral

Im Sommer 2019 stellte die GRÜNE Ratsfraktion einen Antrag zur Prüfung der Versorgungslage mit bezahlbarem Mietwohnraum in Neuenkirchen und der Vorstellung eines Konzeptes, dass die Handlungsfähigkeit der Gemeindeverwaltung sichert. Nun liegt dem Bau- und Umweltausschuss endlich die Vorlage zur Beratung vor. "Die Situation ist noch schlimmer, als wir befürchtet haben", erklärt Ellen Pfennig, Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion. "Besonders die Wohnungsmarktlage für Alleinstehende, Familien mit Kindern und Senior*innen ist sehr angespannt. Hier werden bezahlbare Mietwohnungen in unterschiedlichen Größen dringend benötigt!"

Die Studie des Pestel Instituts belegt, dass besonders kleiner Wohnraum für Alleinstehende oder Paare fehlt. "Bereits 2017 gab es eine Unterversorgung von 110 Wohnungen in Neuenkirchen und St. Arnold", führt Kathrin Horre, Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin, aus."Hier muss die Gemeinde umgehend aktiv werden, denn gerade im Segment der Ein- bis Zweiraumwohnungen ist ein erhöhter Bedarf festzustellen. Doch auch der bezahlbare Wohnraum für Familien mit Kindern darf nicht außer Acht gelassen werden. Jeder fünfte im Kreis Steinfurt arbeitet im unteren Lohnbereich, viele Familien können nur mit aufstockenden Leistungen monatlich über die Runden kommen. Wohnen ist ein Menschenrecht und das gilt nicht nur für die Eigenheimbesitzer*innen." Damit spielt sie auf die wiederholten Hinweise in der Vorlage auf die zu erwartende ablehnende Haltung der Mehrfamilienhäuser in den (Neu-)Baugebieten an. "Natürlich fühlen sich Eigenheimbesitzer*innen bei einer Nachverdichtung erstmal nicht wohl. Hier gilt es, frühzeitig mit allen Anwohner*innen ins Gespräch zu kommen und gemeinsam auszuloten, wie Kompromisse aussehen können. Echte Bürgerbeteiligung kann das Zusammenleben stärken", ist sie sich sicher.

Manfred Krüger, GRÜNES Ratsmitglied, führt weiter aus, dass der Aspekt für die wirtschaftliche Entwicklung für Neuenkirchen, den die Pestel Studie herausstellt, nicht zu verachten ist. "Umso mehr freuen wir uns, dass die CDU-Fraktion auf der Basis unseres Antrages eine Aufstockung des Haushaltsansatzes zur Schaffung von Mietwohnraum fordert. Doch diese Aufstockung darf keine Eintagsfliege bleiben. Diese Summe für den Ankauf von Flächen, die Unterstützung von Investoren und Wohnungsbaugesellschaften muss jährlich bereitgestellt werden, bis eine Marktsättigung feststellbar wird. Und warum will die Gemeinde Neuenkirchen nicht selbst aktiv werden?"

Kathrin Horre verweist auf Erfahrungen in der Nachbarkommune Wettringen: "Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden. Wir können auch von unseren Nachbarn lernen. Die Gemeinde Wettringen hat auf eigenen Flächen Miethäuser realisiert mit dem Effekt, bedarfsgerechten Wohnraum zu günstigen Mieten anbieten zukönnen. Damit wirken sie nicht nur marktregulierend auf den Mietspiegel im Ort, sondern investieren Geld in Steine für die Zukunft." Sicherlich ist damit ein Mehraufwand im Bereich Planen und Wohnen in der Verwaltung verbunden, doch mit Blick auf die Vorteile ist dieser gerechtfertigt.

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