
31.10.16 –
Nitratbelastung – eine tickende Zeitbombe. Die Aussage in dem Pressebericht “Nitratbelastung ist zu hoch und steigt“, klingt harmlos und macht die Dramatik des Sachverhaltes nicht genug deutlich. Diese neutrale aber verharmlosende Aussage ist eine tickende Zeitbombe. Die Verbraucher müssen demnächst dafür die Zeche zahlen - nämlich sehr teures Trinkwasser!
In den beiden Vorträgen von Dieter Woltering (Leiter Technik bei der Energie- und Wasserversorgung Rheine EWR Rheine) und Robert Ohlemüller (Leiter der Stadtwerke Rheine) wurde deutlich geschildert, wie dramatisch schon heue der Zustand ist und wie er sich zuspitzen wird:
Was ist zu tun? Eigentlich ist es einfach: Weniger Vieheinheiten = weniger Gülle, weniger Nitrat = sauberes Trinkwasser.
Solange die Landwirtschaft nicht umdenkt oder umdenken kann, weil sie nur Erfüllungsgehilfe einer Fleisch-Industrie und existenziell von dieser Industrie – die eine hohe Produktion von Fleisch fördert – abhängig ist, solange wird sich nichts ändern.
Solange der Verbraucher nur billiges Fleisch will, wird das Problem nicht in den Griff zu bekommen sein. Unser Grundwasser wird diesem Massenkonsum geopfert!
Ellen Pfennig
Fraktionssprecherin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
im Rat der Gemeinde Neuenkirchen
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