
29.06.26 –
Die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzt sich mit einem Antrag im Gemeinderat dafür ein, dass sich die Gemeinde Neuenkirchen an der bundesweiten Initiative „Abpflastern“ beteiligt und ein kommunales Entsiegelungskonzept entwickelt.
„Die Folgen des Klimawandels sind längst auch in Neuenkirchen angekommen. Hitzeperioden nehmen zu und Starkregenereignisse werden häufiger und intensiver. Das Unwetter Ende Mai hat eindrucksvoll gezeigt, wie schnell unsere Entwässerungssysteme an ihre Grenzen geraten können“, erklärt Kathrin Horre, Fraktionssprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion. „Und wie sich versiegelte Flächen aufheizen, konnte jeder in der letzten Woche selbst spüren.“
Aus Sicht der GRÜNEN ist die Entsiegelung von Asphalt-, Beton-, Pflaster- und Schotterflächen eine der wirksamsten Maßnahmen, um die Gemeinde widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels zu machen. Wo Regenwasser wieder versickern kann, werden Kanalisation und Gewässer entlastet, das Grundwasser gestärkt und Hitzeinseln reduziert. Gleichzeitig entstehen neue Lebensräume für Insekten und andere Tierarten.
Mit ihrem Antrag schlagen die GRÜNEN vor, zunächst geeignete gemeindeeigene Flächen zu erfassen und ihre Potenziale für eine Entsiegelung zu bewerten. Darüber hinaus soll die Verwaltung prüfen, wie Bürgerinnen und Bürger durch Beratung und konkrete Unterstützungsangebote – etwa nach dem Vorbild der Stadt Emsdetten – bei eigenen Entsiegelungsmaßnahmen begleitet werden können. Bis Ende 2027 soll ein kommunales Entsiegelungskonzept mit konkreten Maßnahmen, Prioritäten und Finanzierungsvorschlägen vorliegen.
„Jeder Quadratmeter, der wieder Wasser aufnehmen kann, ist ein Gewinn für unsere Gemeinde. Entsiegelung ist aktiver Hochwasser- und Hitzeschutz, stärkt die Artenvielfalt und verbessert die Lebensqualität vor Ort. Gleichzeitig ist sie häufig kostengünstiger als rein technische Lösungen“, betont Janina Neumann, Sprecherin des GRÜNEN Ortsverbandes.
Die GRÜNEN sehen die Teilnahme an der Initiative „Abpflastern“ auch als Chance, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern einen sichtbaren Beitrag zur Klimaanpassung zu leisten. Manfred Krüger, Fraktionssprecher der GRÜNEN, ergänzt: „Klimaschutz und Klimaanpassung beginnen direkt vor der eigenen Haustür. Mit unserem Antrag wollen wir den Anstoß geben, versiegelte Flächen Schritt für Schritt wieder in lebendige, grüne und wasserdurchlässige Räume zu verwandeln.“
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