BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ortsverband Neuenkirchen (Kreis Steinfurt)

GRÜNE Ratsfraktion fordert öffentliche Trinkwasserspender für Neuenkirchen

03.07.26 –

Die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beantragt die Einrichtung öffentlich zugänglicher Trinkwasserspender in Neuenkirchen. Ziel ist es, an zentralen Orten wie dem Rathausplatz, der Fußgängerzone, Spielplätzen oder Bushaltestellen kostenlose Trinkwasserspender zu installieren, die möglichst rund um die Uhr genutzt werden können.

„Hitze ist das größte klimabedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland – und sie macht auch vor Neuenkirchen nicht halt“, erklärt Kathrin Horre, Sprecherin der GRÜNEN Ratsfraktion. „Gerade an heißen Tagen muss sauberes Trinkwasser für alle Menschen unkompliziert verfügbar sein. Öffentliche Trinkwasserspender sind deshalb eine einfache, wirksame und sozial gerechte Maßnahme der kommunalen Daseinsvorsorge.“

Die GRÜNEN verweisen darauf, dass der Bund die Bedeutung öffentlicher Trinkwasserbrunnen bereits im Wasserhaushaltsgesetz verankert hat. Seit Januar 2023 sollen Kommunen den Zugang zu Trinkwasser aus dem öffentlichen Leitungsnetz fördern, soweit dies technisch möglich und verhältnismäßig ist. Diese gesetzgeberische Zielsetzung soll die Verwaltung nun aktiv aufgreifen.

Zwar gibt es bereits sogenannte Refill-Stationen in Geschäften, im Rathaus und im Freibad. Diese seien jedoch kein gleichwertiger Ersatz für öffentliche Trinkwasserspender. „Refill-Stationen sind an Öffnungszeiten gebunden. Wer abends, am Wochenende oder an Feiertagen unterwegs ist, hat dort keinen Zugang zu Trinkwasser. Öffentliche Trinkwasserspender schließen genau diese Versorgungslücke“, erläutert Manfred Krüger, Sprecher der Ratsfraktion.

Neben dem Gesundheitsschutz gibt es auch weitere Vorteile: Trinkwasserspender fördern die Nutzung von Mehrwegflaschen, reduzieren Einwegplastik und steigern die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum. Zudem soll die Verwaltung bei der Auswahl der Anlagen Modelle mit integrierter Hundetränke oder einer tierfreundlichen Auffangschale zu berücksichtigen.

Ergänzend schlagen die GRÜNEN vor, die Standorte von Trinkwasserspendern, Refill-Stationen und kühlen Aufenthaltsorten (Parks, Kirchen, Geschäfte) künftig übersichtlich auf der Internetseite der Gemeinde in einer interaktiven Karte darzustellen. So könnten Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste an heißen Tagen schnell erkennen, wo sie Trinkwasser erhalten oder Abkühlung finden.

Die Finanzierung des Projekts soll über den kommunalen Klimafonds sowie mögliche Förderprogramme von Bund, Land und Wasserversorgern erfolgen.

„Die Klimakrise erfordert konkrete Antworten vor Ort. Öffentliche Trinkwasserspender sind eine vergleichsweise kleine Investition mit großem Nutzen – für die Gesundheit der Menschen, für mehr Lebensqualität und für eine klimaangepasste Gemeinde“, betont das GRÜNE Sprecherteam abschließend.

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Es gibt keine Veranstaltungen in der aktuellen Ansicht.

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