30.08.2020

Inklusion ist eine Generationenaufgabe – und wir haben noch einen weiten Weg zu gehen!

Kathrin Horre trifft Dirk Winter vom Inklusionsbeirat des Kreises Steinfurt

Am vergangenen Samstag luden die GRÜNEN Neuenkirchen zu einer Open-Air-Diskussion zum Thema „Politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“ mit Dirk Winter, Vorsitzender des Inklusionsbeirat des Kreises Steinfurt, und Kathrin Horre, Bürgermeister-Kandidatin für Neuenkirchen, auf den Rathaus-Vorplatz ein. Der Einladung waren 15 Leute gefolgt. „Toll, dass ihr da seid“, freute sich Kathrin Horre bei der Begrüßung. „Denn genau darum geht es mir: Nicht ohne Euch über Euch zu sprechen!“ Dirk Winter stellte die Entstehung des Inklusionsbeirates auf Kreisebene und die Arbeit vor. „Die GRÜNEN haben sich da extrem stark für uns und unsere Belange eingesetzt“, lobte er Kathrin Horre, die als Mitglied der GRÜNEN Kreistagsfraktion in den letzten Jahren einen aktiven Anteil daran trägt. „Mit der Durchsetzung des Rederechts in den Fachausschüssen, haben wir nun die Chance, ganz konkret mitzusprechen und Einfluss zu nehmen.“ Und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zur politischen und gesellschaftlichen Teilhabe ist ein Schritt weiter. Die Themenfelder des Inklusionbeirates sind breit aufgestellt und analog zu den Kreis-Fachausschüssen: Verkehr, Tourismus, Jugendhilfe, Schule, Sport und Kultur, Pflege und Bauen usw..

Menschen ohne eine Behinderung können sich oft kein Bild von konkreten Herausforderungen machen, die Menschen mit einer Behinderung aber direkt benennen können. „Hindernisse wie Bordsteinkanten, aber auch hier gegenüber der schräge Gehweg – optisch ganz nett, aber schiebt mal einen Rollstuhl eine längere Zeit auf einer schrägen Fläche“, erklärt Winter. Nach den Kommunalwahlen wird wieder aus jeder Kommune ein Mitglied und eine stellvertretende Person für den Inklusionsbeirat gewählt. „Wer Interesse an der Aufgabe hat, darf sich dann gerne melden. Regelmäßige Rückmeldungen in unserem kommunalen Fachausschuss oder im Rat sollen zukünftig dazu beitragen, dass auch bei uns vor Ort die Belange der Menschen mit Behinderungen ernst und wahrgenommen werden.“ Denn in einem ist sich Kathrin Horre sicher: „Inklusion ist eine Generationenaufgabe und erst wenn die Einbindung der Menschen mit Behinderung in allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen 'normal“ und selbstverständlich wird, sind wir auf dem richtigen Weg.“

 

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